Steckbrief Graupapagei

(Psittacus erithacus)

Graupapagei = Nominatform

(Psittacus erithacus erithacus)

 

Sein Gefieder ist blassgrau bis grau gefärbt, am Kopf und Brust hell gesäumt. Je nach Herkunftsgebiet ist das Gefieder dunkler (Kamerun) oder heller (Kongo) grau gefärbt. Er hat um die Augen herum eine weiße unbefiederte Gesichtsmaske, hintere Oberschwanzdecken und Schwanz sind rot. Gleichmäßig schwärzlich-grauer Schnabel; die Iris ist blassgelb.

Unterart: Timneh-Graupapagei

( Psittacus erithacus timneh )

 

Er bleibt kleiner als der normale Graupapagei. Sein Gefieder ist  wie beim Graupapagei gefärbt, wobei die hintere Oberschwanzdecken und der Schwarz eher braunrot gefärbt sind. Auch hat der Timmneh-Graupapagei eine beige-rosa Färbung auf dem Oberschnabel.

Die Jungtieren beider Unterarten haben anfangs noch eine dunkelgraue Iris, wodurch die Augen fast schwarz wirken. Die Iris färbt sich ca. ab dem 6. Lebensmonat langsam von dunkelgrau über hellergrau um, bis sie schließlich mit ca. 1 1/2 - 2 Jahren hell-gelbliche ist. Beim jungen Graupapagei der Nominatform sind die Schwanzfedern anfangs noch schmutzig grau-rot,  sie erstrahlen erst nach der Jungenmauser richtig leuchtendrot.

Größe: bis zu 38 cm, wobei der Timneh-Graupapagei deutlich kleiner bleibt.

 

Gewicht: ca. 350-550 g

 

Alterserwartung: ca. 50-60 Jahre

 

Geschlechtsreife: 3-5 Jahre

 

 

Nistkastengröße: 30 x 30 x 50 cm ( L x B x H ), Einschlupfloch ca. 10 cm.

 

Gelegegröße:  3-4 Eier

 

Brutdauert:  ca. 28-30 Tage

 

Nestlingsdauer: ca. 80-100 Tage, selbstständig nach ca. 12 Wochen

 

Geschlechtsunterschied:

Das Geschlecht ist bei Graupapageien rein äußerlich nicht sicher zu erkennen und sollte am besten per DNA-Test bestimmt werden.

 

Verbreitungsgebiet:  

West – und Zentralafrika: Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Benin, Nigeria, Tschad, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Zaire, Uganda, Kenia, Burundi, Tansania, Angola, Republik Kongo, Gabun, Äquatorialguinea, sowie auf den Inseln Príncipe, Bioko (Fernando Poo) und Sáo Tomé.

Der Timneh-Graupapagei kommt hauptsächlich im Südwesten der Elfenbeinküste, Sierra Leone, Liberia und Südost-Guinea vor. Graupapageien bewohnen meist Savannen- Berg- und Mangrovenwälder.

 

Lebensweise in freier Natur:

Am Tage fliegen sie in kleinen Gruppen oder paarweise umher und suche Nahrung und ihre Wasserstellen auf. Sie sind in freier Wildbahn sehr scheu. Bei Anbruch der Dunkelheit versammeln sie sich an ihren Schlafplätzen auf hohen Bäumen an Waldränder entlang der Flüsse und Seen, wobei solche Schwärme aus mehrere hundert Vögel bestehen können. In freier Wildbahn ernähren sich Graupapageien hauptsächlich von Früchten, Beeren, Knospen, Blüten, Samen und der Frucht der Ölpalme. Gelegentlich fallen sie auch über Mais -und Hirsefelder her.

Zur Brutzeit suchen sie Baumhöhlen in hohen Bäumen auf, welche mit Holzmulm ausgepolstert werden, der auch bei der Bearbeitung der Nisthöhle mit dem Schnabel anfällt. Die Nistplätze befinden sich meist in der Nähe zu den anderen Schwarmmitgliedern, damit auch während der Brutzeit ein gewisser Kontakt erhalten bleibt.

Der Bestand der Graupapageien ist heute in freier Wildbahn durch Holzeinschlag, Brandrodung und durch illegalen Fang und Handel gefährdet.

 

Wesen und Verhalten:

Graupapageien gehören zu den mittellauten Papageien, die gern vor sich hin quasseln und auch ansonsten keine Hektiker sind. Ihre Lautäußerung besteht meist aus melodischen Pfeifen und lauten schrillen Rufen. Allem Neuen gegenüber zeigen sie sich oft sehr skeptisch bis ängstlich, weshalb schon ein neues Spielzeug in manchen Fällen für Aufregung sorgen kann, welches in der Voliere/dem Käfig befestigt wurde.Sie sind sehr verspielt und gute Kletterer.

Gesellschaft eines Artgenossen ist bei Graupapageien ganz besonders wichtig, da sie bei Einzelhaltung sehr schnell zu Verhaltensaufälligkeiten neigen wie z.B. das Rupfen, Schreien usw. Am besten ist natürlich die paarweise Haltung, also Henne und Hahn, wo auch die wenigsten Unverträglichkeiten auftreten.

Graupapageien sind sehr intelligente Vögel, denen man die Intelligenz eines 3-4 jährigen Kindes zuspricht. Das zeigt sich nicht nur in ihrer Fähigkeit gelernte Wörter sinnvoll einzusetzen, sondern auch darin, dass sie im Nu ihre Käfigtür öffnen können, wenn diese nicht gesichert ist.

 

Mindestmaß der Voliere:

Laut Mindestanforderungen des Gesetzgebers für die Haltung von Papageien (in Deutschland) sollte die Voliere für Graupapageien mind. 2 x 1 qm Grundfläche und 1m Höhe haben, wobei es sich hier abbietet, auch gleich 2 m in der Höhe anzubieten, damit man den eh benötigten Stellplatz richtig ausnutzen kann.

Noch größere Volieren sind natürlich immer von Vorteil, da sich die Vögel darin noch besser per Flug austoben können. Täglicher Freiflug sollte aber trotzdem geboten werden, damit die Vögel auch mal eine etwas größere Runde drehen können, andernfalls ist die Voliere noch größer zu planen.

© Manuela Becker 2016 . Erstellt mit Wix.com.

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