Verhaltensprobleme

Mohrenkopfpapagei Jackoline
 
Ihre Geschichte findet Ihr unter:
Geschichte eines Rupfers

Häufig kommt es bei der Papageienhaltung zu Verhaltensauffälligkeiten wie z.B. das Rupfen, Aggressionen, Beißen und Schreien.

Oftmals tauchen diese Probleme nach Eintreten der Geschlechtsreife auf, die manchen Halter zum Kapitulieren bringen.

Nicht um sonst findet man in den Anzeigen oft Papageien, die zwischen 2-5 Jahren alt sind und gerade in der Pubertät stecken oder erwachsen geworden sind.

Gerade in der Phase, wo der Papagei langsam erwachsen wird, ist es völlig normal, dass er sich auch mal etwas aufmüpfiger verhält, da können sie sein wie Teenager. Man sollte sich dadurch nicht entmutigen lassen und versuchen, diese schwierige Phase gemeinsam zu meister. Es kann sein, dass der geliebte Vogel plötzlich nicht mehr so verschmust ist oder versucht, seine Grenzen auszutesten.

Ersteres sollte man akzeptieren und in vielen Fällen kommt die Schmusigkeit nach der Pubertät zurück, manchmal aber auch nicht.

Zweites kann man mit liebevollen und konsequenten Verhalten unserseits wieder in die richtige Bahn lenken.

 

Wenn ein Papagei plötzlich eine Unart zeigt, sollte man zuerst selbst ehrlich hinterfragen, wo die Ursache für die Verhaltensauffälligkeit liegen könnte. Leider sind es meist wir Menschen, bzw. die Haltung, die Auslöser der Probleme sind.

Man sollte auch überlegen, ob sich kürzlich etwas im Umfeld des Papageis verändert hat, was ihm nicht behagt (Umzug, Renovierung, Trennungen, Todesfall der Bezugsperson, Geburt eines Kindes, neue Haustiere usw.)

Auch ein Arbeitsplatzwechsel, wodurch weniger Zeit für den Papagei da ist, kann gerade Einzeltiere schnell aus der Bahn bringen.

 

Ich habe versucht, die wichtigsten Punkte zusammen zutragen, die hinter den einzelnen Verhaltensstörungen stecken können. Ich hoffe, sie helfen dem einen oder anderen bei der Analyse eines aufgetretenen Problems und helfen ein wenig, dass Zusammenleben für alle Beteiligten wieder positiver zu gestalten, um in eine gemeinsame bessere Zukunft zu starten. Dazu drücke ich jedem Betroffenem feste die Daumen.

An dieser Stelle möchte ich für Betroffene auch Internetforen empfehlen, die sich unter anderem mit Papageien befassen.

Dort kann man sich in solch schwierigen Situationen Rat holen. Da sind auch erfahrene Papageienhalter zugegen, die oft selbst solche Problemtiere aufgenommen haben und die gern ihre Erfahrungen weitergeben und dadurch oft wertvolle Hilfestellungen geben können.

Auch ich selbst bin in einem Forum unterwegs (bei Vogelforen), wo ich auch viele Jahre moderiert habe.

Wir alle können in solchen Foren täglich dazulernen und uns untereinander austauschen, wovon schließlich auch unsere geliebten Vögel profitieren. Schaut doch einfach mal vorbei.

Rupfen:

 

Leider kommt es häufiger vor, dass Papageien in Menschenhand mit dem Rupfen beginnen, vor allem bei Einzelhaltung. In manchen Fällen kann das Rupfen sich bis zur Selbstzerstörung steigern, bei der sich die Tiere selbst  Verletzungen der Haut zufügen oder sich sogar Zehen abbeißen.

Zu Sicherheit sollte man den rupfenden Vogel immer zuerst einem vogelkundigen Tierarzt vorstellen, um Krankheiten ausschließen, die ebenfalls hinter dem Rupfen stecken könnten.

 

Fürs Rupfen/Federverlust kann verantwortlich sein:

 

Vergiftungen (z.B. Zinkvergiftung durch entsprechende Metallteile/Gitter)
Leber-und/oder Nierenproblem
Infektionskrankheiten wie PDFD usw.
Hauterkrankungen (z.B. Pilze, Parasiten), Aspergillose usw.
Zu trockene Luft
Langeweile
Frust, Partnerverlust
Vitamin (z.B. K1) und/oder Mineralstoffmangel
Lichtmangel

Wenn gesundheitlichen Probleme durch einen Tierarzt ausgeschlossen worden konnten und der Vogel scheinbar aus Langeweile mit dem Rupfen begonnen hat, so ist es oft nicht einfach, dies wieder in den Griff zu bekommen, vor allem, wenn er schon länger rupft!

Leider wird das Rupfen schnell zur Gewohnheit, ähnlich wie beim Fingernägelkauen!

Je schneller man handelt umso besser sind die Aussichten, das Rupfen in den Griff zu bekommen. Manchmal wird das Federbett durch das ständige Rupfen so geschädigt, dass keine neuen Federn mehr nachwachsen können. Auch wenn die Federn zunächst wieder sprießen, muss man immer mal mit Rückschlägen rechnen.

Wichtig ist, dass der Vogel viel Abwechslung hat (Partner, frische Äste zum Zernagen, Spielzeug usw.).

Sollte der rupfende Vogel bisher in Einzelhaft gehalten worden sein, bitte dringend einen Partnervogel in Betracht ziehen. Oft ist es Einzelvögeln langweilig, denn nur unter ihresgleichen können Papageien ihr arteigenes Verhalten wirklich ausleben. Ein Artgenosse kann oft Wunder bewirken, wie Ihr auch bei Geschichte eines Rupfers nachlesen könnt.

Der Mensch kann nur zusätzlicher Freund sein und kann niemals einen arteigenen Partner ersetzen, auch wenn man sich noch so viel Mühe gibt, oder können Ihr wirklich gemeinsam mit Eurem Papagei durch die Lüfte fliegen, Euch mit ihm fließend in der Papageiensprache unterhalten und evtl. auch mit ihm Liebe machen ?

Falls der rupfende Vogel schon in Gesellschaft eines Artgenossen lebt, sollte man beobachten, wie sie untereinander  harmonisieren. Papageien haben in Gefangenschaf meist nicht die Möglichkeit, sich aus mehreren Vögeln einen Partner auszusuchen. Wir Menschen suchen halt einfach einen Partner aus und setzen die Vögel zusammen. In manchen Fällen fühlt sich ein Papagei durch diese Zwangsverpaarung nicht wirklich glücklich und beginnt mit dem Rupfen. Auch wenn ein Vogel z.B. ständig vom Artgenossen unterdrückt wird, kann es zum Rupfen kommen. Dies vor allem auch, wenn nicht genügend Platz zum ausweichen da ist. Hier hilft manchmal nur, die Vögel zu tennen und neu zu verpaaren.

 

Da Papageien aus tropischen Gebieten stammen, sollte die Luftfeuchtigkeit im Raum um die 60% betragen. Ansonsten wird das Gefieder schnell spröde und brüchig. Besonders im Winter, wenn geheizt wird, ist die Raumluft oft zu trocken. Die Luftfeuchtigkeit kann man leicht mit einem Hygrometer nachmessen, welches man ab ca. 6 Euro in der Terraristik-Abteilung größerer Zoogeschäfte kaufen kann. Wenn die Luft zu trocken sein sollte, kann man mit so genannten Luftbefeuchtern nachhelfen, manchmal reicht auch schon ein Zimmerbrunnen aus.
Eine Badegelegenheit sollte ebenfalls vorhanden sein.
Man kann Papageien täglich auch mit einer Blumenspritze abduschen, falls sie nicht so gern selbst baden. Das hält die Federn geschmeidig und beugt Juckreiz durch zu trockene Luft vor.

 

Wichtig ist auch eine anwechslungsreiche Ernährung, die viel Obst und Gemüse beinhaltet.
Zu empfehlen ist nebenbei das Vitaminpräparat Nekton Bio, da dies speziell für die  Federbildung gut ist.

 

Wenn der Vogel überwiegend in der Wohnung gehalten wird, kann es sinnvoll sein, eine spezielle Vogellampe zu installieren, die einen UV-Anteil besitzt oder den Vogel in einem Käfig oder Außenvoliere draußen echtes Sonnenlicht tanken zu lassen. Bei mangelndem Sonnenlicht können nämlich einige wichtige Vitamine nicht so gut vom Körper aufgenommen werden, wodurch der Vogel Mangelerscheinungen bekommen kann, die das Rupfen begünstigt. Gerade die Vorstufen des Vitamin D3 werden z.B. über die Nahrung aufgenommen und von der Leber, den Nieren und unter der Vogelhaut mit Hilfe durch UV-Licht im Gefieder gebildet.

Den Käfig nur ans Fenster zu stellen reicht leider nicht aus, da das Fensterglas die UV-Strahlen abfängt.

 

Manchmal wird der Grundstein zum Rupfen bei Papageien schon im Nestlingsalter gelegt. Papageien, die im Nestlingsalter von ihren eigenen Papageieneltern im Nest gerupft wurden, neigen eher zum Rupfen, wie andere Papageien. Bei ihnen kann es später auch zu so genantem Partnerrupfen kommen.

Handaufzuchten scheinen schneller zum Rupfen zu neigen als Naturbruten, die komplett von den Eltern aufgezogen wurden. Naturbruten hatten genügend Gelegenheit, sich die Gefiederpflege bei den Eltern abzuschauen, wozu  Handaufzuchten, welche vom Mensch aufgezogen wurden, weniger Gelegenheit hatten, was zu Defiziden bei der Gefiederpflege führen kann, die so weit führen können, dass der Vögel mehr an seinen Federn zieht als putzt.

 

Neben dem eigentlichen Rupfen, wo die Federn komplett ausgerupft werden, gibt es auch das so genannte Federbeißen, wo der Vogel nicht die komplette Feder ausreist, sondern nur einen Teil der Federn abbeißt. Die verbliebenen Federkiele mit Federrest stecken hier noch in der Haut. Gerade Papageien, die schon mal gestutzt wurden, um sie flugunfähig zu machen, neigen dazu. Beim Stutzen werden die Schwungfedern der Flügel so beschnitten, was den Vogel am wegfliegen zu hindern soll. Wenn die Federn nachwachsen, kann es vorkommen, dass der Vogel sich selbst die Federn verstümmelt, da er seine Flügel überwiegend nur in beschnittener, kurzer Form kennt. Mit der Zeit kann sich das Federbeißen auch auf andere Gefiederbereiche ausweiten. Auch hier sollte man für gesunde Ernährung, regelmäßiges abduschen und viel Abwechslung achten, um den Vogel abzulenken.

 

Auch das Rauchen kann mit dem Rupfen im Zusammenhang stehen.

Nikotinqualm haftet sich nicht nur an Tapeten und Gardinen fest, sondern legt sich auch als Film auf das Gefieder der Vögel.

Da Vögel von Natur aus auf sauberes, intaktes Gefieder angewiesen sind, um ihre Flugfähigkeit zu erhalten, werden auch schon mal einzelne verunreinigte Federn entfernt.

Ein Vogel, der sich in freier Wildbahn einige wenige Federn auszupft, diese beispielsweise mit Harz verklebt sind, wird dadurch kaum beeinträchtigt und schnell wachsen saubere Federn nach. Anders sieht das beim Nikotin aus. Hier ist das komplette Gefieder verschmutzt und schmeckt auch noch eklig. Durch intensives Putzen wird vergebens versucht, die Federn wieder zu säubern. Manchem Vogel ist das so unangenehm, dass er beginnt, die mit Nikotin verschmutzten Federn zu entfernen, was allerdings aussichtslos ist, da der Vogel meist ständig neu zugeräuchert wird. In Räumen wo Vögel gehalten werden, sollte generell nicht geraucht werden, auch weil Nikotinqualm für die Vogellunge sehr schädlich ist.

 

Manchmal sind auch Veränderungen im Umfeld des Vogels Grund des Rupfens.

Ein neues größeres Haustier (z.B. Hund), ein Baby oder ein Umzug kann manchmal besonders  sensiblen Krummschnabel aus der Bahn werfen.

Auch berufliche Veränderungen, wodurch weniger Zeit für den Papagei übrig bleibt, kommen als Ursache in Betracht.

Papageien, die einen echten Artgenossen als Partner haben, nehmen solche neuen Umstände meist wesendlich gelassener hin, da sie sich zu zweit stärker, sicherer und vor allem nicht allein fühlen.

Auch beim Verlust des geliebten Partners kann es zum Rupfen kommen. Manche Vögel rupfen sich vor Kummer die Federn aus, wenn ihr gefiederter Freund verstorben ist. Deshalb sollte man versuchen, möglichst schnell wieder einen passenden Partner zu finden. Auch Einzelvögel, die ihr Herrchen oder Frauchen verloren haben, können aus demselben Grund mit dem Rupfen anfangen. 

 

Beim Partnerrupfen macht sich ein Papageienpartner an den Federn seines Partnervogels zu schaffen, dies oft besonders am Kopf.

Wie schon erwähnt, sind Papageien, die ihren Partner rupfen, oft selbst im Nestlingsalter von den Eltern gerupft worden und können diese übertriebene Fürsorge dann auch beim Partnervogel zeigen.

 

In diesem Fall ist es leider sehr schwer, dass Rupfen wieder abzugewöhnen. Manche empfehlen, die Vögel zu trennen. Wenn sich die beiden Partner aber gut verstehen, würde ich dringend davon abraten und versuchen mit den Glatzköpfchen zu leben und es zu akzeptieren. Die Tiere in so einem Fall auseinander zu reißen, könnte für die beiden Papageien erst recht schlimm sein.

Es wird auch vermutet, dass das Partnerrupfen besonders in Stresssituationen vorkommt. Deshalb sollte man überlegen, was die Tiere evtl. negativ beeinflussen könnte. Manchmal können banale Situationen, wie das Fehlen von Brutmöglichkeiten während der Brutzeit oder Veränderungen in der Umgebung der Vögel, Stress auslösen.

Bei sensiblen Tieren kann es für einen verpaarten Vogel schon stressig sein, wenn der Mensch zuviel dazwischen funkt, sprich mit den zahmen Vögeln schmust und damit Eifersucht fördert. Auch Krankheiten oder Neuzugänge im Bestand können Stress auslösen usw.

Manchmal kommt Partnerrupfen auch bei Langeweile vor, vor allem, wenn das Paar in einem zu eintönigen Käfig oder Voliere sitzt, die nicht viel Abwechslung bietet.

 

 

 

Beißen und Aggression:

 

Der Ursprung für aggressives Verhalten liegt fast immer in natürlichen Verhaltensweisen, die wir als Menschen fehl gedeutet haben.

Deshalb ist es wichtig, manche Verhaltensmuster der Papageien als normal zu betrachten, zu achten und dementsprechend zu reagieren. So kann man schon im Vorfeld vorbeugen.

Auch sollte man auf die Körpersprache achten, denn oft wird ein Angriff mit raschen Pupillenveränderungen, Federspreizen oder knurren ankündigt. Schaut doch in diesem Zusammenhang bei Anatomie und Körpersprache nach.

 

Warum ein Papagei zubeißt, kann unterschiedliche Ursachen haben:

 

Angst

Das Angstbeißen ist oft das letzte Mittel zur Verteidigung gegenüber einem Feind.

Wird ein noch scheuer Papagei beispielsweise im Käfig in eine Ecke gedrängt, so kann es vorkommen, dass er aus Angst zubeißt, weil er keine Möglichkeit zum Ausweichen hat.

Man sollte deshalb versuchen, die Fluchtdistanz zum Vogel einzuhalten, gleiches gilt auch bei Zähmungsversuchen. Bitte Geduld haben, sich langsam und schrittweise annähern und beruhigend zureden. Wenn man bemerkt, dass der Vogel auf dem Sprung ist, vorsichtig abbrechen und die Distanz vergrößern.

 

Vogel fühlt sich bedrängt

Auch zahme Papageien können zubeißen, wenn sie ständig bedrängt werden und gerade lieber ihre Ruhe haben möchten.

Nur weil Mensch gerade Lust zum Spielen hat, muss Papagei noch lange nicht auch Lust dazu haben. Es sind eigenständige, intelligente Wesen und keine willenlosen Spielzeugautos, die immer parat zu unserem Spaß stehen.

Papageien brauchen auch mal Freizeit, wo sie tun können, wozu sie Lust haben.

Durch Beobachten merkt man meist schnell, wie die momentane Stimmung des Vogels ist.

Ist er gerade aufgedreht und möchte gern mitspielen, oder will er vielleicht gerade seinen Mittagsschlaf halten?

 

Vogel hat sich erschrocken

Durch eine hastige oder überraschende Handbewegung beim Spielen oder gemütlichem Zusammensitzen kann ein Papagei schnell erschrecken und aus Reflex zubeißen.

Deshalb sollte man versuchen nicht zu hektisch zu sein, wenn die Papageien bei einem sitzen.

 

Revier, Partner und Brutverteidigung/ Verteidigung der Bezugsperson

Papageien müssen in freier Wildbahn gegen Eindringlinge und Konkurrenten ihr Revier und ihren Partner verteidigen, damit sie erfolgreich ihre Jungen groß ziehen können.

Das gehört zu ihren natürlichen Verhaltensweisen, was auch unsere Papageien daheim zeigen können.

Der Käfig oder die Voliere sollte deshalb auch die sichere Rückzugsmöglichkeit sein, indem sie ihr Revier haben. Gerade bei kleinen Kindern sollte man acht geben, dass sie nicht mit ihren Fingern am Gitter entlang streifen oder sie gar hineinstecken, da das ganz schnell mal böse enden kann. Als Besitzer bzw. Eltern sollte man wirklich gut aufpassen und beobachten und den Kindern frühzeitig beibringen, dass der Käfig den Papageien gehört und tabu ist.

Es kann auch vorkommen, dass ein ansonsten total verschmuster geschlechtsreifer Papagei  während der Brutzeit etwas auf Distance geht und sich mehr mit seinem Partnervogel beschäftigt. Dies sollte man auch akzeptieren, sich zwischenzeitlich zurückziehen und sich darüber freuen, dass man ein wirklich verliebtes und glückliches Papageienpaar hat.

Auch Papageien die gerade Junge im Nest haben, wollen diese natürlich beschützen und sollten zur Aufzucht Ruhe haben und nicht unnötig gestört werden. Ansonsten läuft man Gefahr gebissen zu werden.

Wenn nun mancher denkt, dann lieber einen einzelnen Papagei zu halten um dem Brutstimmungsgerangel aus dem Weg zu gehen, der irrt leider gewaltig.

Gerade einzeln gehaltene Papageien suchen sich oft eine Bezugsperson aus, die als Partner betrachtet wird. Andere Personen werden dadurch schnell zu Rivalen. Im günstigstem Fall werden diese nur misstrauisch beobachtet oder bedroht. Im schlimmsten Fall wird jede andere Person heftig attackiert und sogar gebissen.

Da hängt schnell mal der Haussegen schief, wenn sich z.B. der Mann nicht mehr zur seiner Frau aufs Sofa traut, weil der Papagei die Dame des Hauses bis aufs Blut verteidigt.

 

In diesem Fall ist es das Beste, dem Vogel einen echten arteigenen und möglichst gegengeschlechtlichen Partner dazuzugesellen und ihn schrittweise vom Menschen zu entwöhnen. Das ist zwar manchmal kein einfacher Weg und erfordert auch Geduld, aber es ist die beste Lösung für alle Beteiligten. Schaut in diesem Fall doch mal unter Haltung und Pflege nach, dort gibt es Tipps, wie man bei der Vergesellschaftung vorgehen kann und was beachtet werden sollte.

Papageien die mit einem echten Artgenossen verpaart sind, reagieren meist gelassener und weniger aggressiv dem Menschen gegenüber, weil sie die Menschen mehr als zusätzliche Schwarmmitglieder ansehen.

 

Wenn ein Papageienpaar während der Brutzeit doch mal etwas grantig wird, fällt es auch leichter sie unter sich zu lassen und sich zurückzuziehen, als auf den Ehepartner verzichten zu müssen oder Angst haben zu müssen, dass Besucher attackiert werden.

 

Was aber tun, wenn ein Papagei beim Freiflug gegen einzelne oder alle Personen Angriffe fliegt, weil er vielleicht sein Revier oder Partner verteidigen will?

Nun, zuerst sollte man überlegen, ob dem Vogel/ den Vögeln genug Raum als eigenes Revier zur Verfügung steht, sprich, ob der Käfig/ die Voliere wirklich  groß genug ist und ob sie abwechslungsreich ausgestattet ist.

Die Voliere sollte darüber hinaus das Reich und sicherer Rückzugsort des Vogels sein, indem er nicht unnötig bedrängt werden sollte. Daher am Besten die Voliere möglichst nur zum Füttern und Säubern betreten bzw. hineingreifen. Beim Freiflug sollte man dem Angreifer deutlich machen, dass ihm nicht die ganze Wohnung gehört und das auch wir Menschen unser Anrecht haben.

Wenn der vermeintliche Angreifer angeflogen kommt, sollte man sich möglichst groß machen, anstatt sich zu bücken oder auszuweichen. Dazu kann man sogar die Arme heben, um noch größer zu wirken. Auch ein Sofakissen welches man als Schutzschild einsetzen kann, kann gute Dienste leisten. In manchen Fällen hilft auch eine Kappe auf dem Kopf vor Flugangriffen. Der Vogel soll merken, dass seine Angriffe uns nicht beeindrucken und dass man sich von ihm nicht einschüchtern lässt. Wichtig ist dabei natürlich, dass man versucht möglichst keine Angst vor dem Angreifer zu zeigen, sondern sich selbstbewusst in der Wohnung zu bewegen.

Wenn der Vogel beim Freiflug von sich aus ankommt und in die Hände beißen möchte, ihn am besten unter einem klaren nein mit dem Arm beiseite schieben. Auch Papageien untereinander vertreiben sich von ihrer Sitzposition, wenn ihr gegenüber zu frech wird.

Wenn man sich dies nicht zutraut, kann man alternativ auch ein Stöckchen zur Hilfe nehmen:

Man besorgt sich ein etwas dickeres, etwa halben Meter langes Stöckchen.
Dieses "Instrument" kann man nun als Armverlängerung benutzen, solange der Vogel mit Beißen reagiert.
Diesen Stock kann ebenfalls zum sanften Wegschieben benutzen wenn der Vogel mal wieder den Dicken markieren möchte.

Wichtig ist aber, dass wirklich niemals mit dem Stock wild rumfuchtelt oder gar gehauen wird !!!!!

Der Stock soll dabei eher nur als unempfindliche Handverlängerung dienen, falls der Vogel mal wieder zulangen möchte, er soll aber auf keinen Fall zum Angsteinflößen dienen.
Manchem fällte es so einfacher, sich den Angriffen zu stellen, da der Stock die Bisse abbekommt und nicht die empfindliche Hand. Wenn der Vogel merkt, dass seine Bisse ins Leere laufen und keine weitere Reaktion bewirken, gibt sich das Beißen meist mit der Zeit.
Den Stock kann man in hartnäckigen Fällen natürlich auch übergangsweise zum Tragen oder auch zum Kraulen benutzen, bis der Vogel weniger aggressiv reagiert .

Falls der Angreifer auch beim Füttern im Käfig Angriffe auf die Hand startet, können ein paar  Handschuhen zum Schutz sehr nützlich sein. Damit bewaffnet einfach die nötigen Arbeiten verrichten und überhaupt nicht weiter auf den Angriff reagieren, höchstens einmal laut und deutlich nein sagen und fortfahren, bitte nicht die Hand wegziehen.

Meist merkt der Angreifer mit der Zeit, dass er uns mit seinem Verhalten nicht beeindrucken kann und lässt es über kurz oder lang bleiben.

In manchen Fällen hilft es auch nur während der Fütterung einen fremden Gegenstand in der Nähe der Näpfe aufzuhängen (z.B. eine Colakunststoffflasche usw.). Da gerade Graupapageien gegenüber fremden Gegenständen meist eher zurückhaltend bis ängstlich reagieren, lassen sich so manche Papageien überlisten und man kann unbehelligt das Futter wechseln.

 

Frustration

Papageien, die wegen Einzelhaltung einen Menschen als Partner anbalzen, sind schnell frustriert, da es trotz aller Liebesmühe nie zu einer Paarung kommt. Irgendwann kann der aufgestaute Frust in Aggression umschlagen, die sich ohne Vorwarnung gegen den störrischen Partner Mensch richtet.

Der Gebissene versteht meist gar nicht, was geschehen ist, wo er doch gerade noch vom Papagei umworben wurde.

Auch hier zeigt sich mal wieder, dass der Mensch einfach kein Ersatz für einen arteigenen Partner ist.

 

Dominantes Verhalten/Rangordnung

Papageien sind sehr intelligent und können schnell mal Schwächen ausnutzen, die wir mit unserem Verhalten fördern. In freier Wildbahn muss ein Papagei sich ebenfalls mal durchsetzen können, damit er gefundenes Futter verteidigen kann oder einen Partner für sich erobern kann.

Nun kann man natürlich nicht alles durchgehen lassen, was sich Vogel in den Kopf gesetzt hat.

Für den täglichen Umgang und auch zu seinem eigenen Schutz ist es ganz gut, wenn er auf einige wenige Kommandos hört. Dadurch beugt man zu dominanten Verhalten vor und erleichtert sich das Zusammenleben mit den herrlichen Krummschnäbeln.

 

Vor allem Handaufzuchten fehlt oft die natürliche Hemmschwelle, da sie keinerlei Angst vor der menschlichen Hand haben. Da wird schnell mal im Spiel etwas fester zugelangt und wenn dann der Besitzer auch noch laut Aua! brüllt, wird alles noch interessanter.

Irgendwann kann das zum Spielchen für den Papagei werden, wo sogar der Papagei freudig mit Aua brüllt, während der Besitzer das gar nicht mehr lustig findet.

Falls Euer Papagei im Spiel doch mal kräftiger zulangen sollte, versucht möglichst keinerlei Reaktion darauf zu zeigen und versucht Euch den Schmerz zu verkneifen, anstatt laut loszubrüllen. Auch sollte man versuchen die Hand nicht sofort wegzuziehen, sondern sie am besten zur Faust geballt dem Vogel sanft entgegen drücken, so hat er nicht ganz so viel Angriffsfläche wie bei der geöffneten Hand.

Ich weiß, dass das nicht immer einfach ist und es ist auch manchmal recht schmerzhaft, aber oft merken sie dann schnell, dass das Zwicken ja gar nichts bewirkt und lassen es bleiben.

Wenn er trotzdem weiter macht, würde ich laut und deutlich Nein sagen und ihn gegebenenfalls sofort wegsetzen und ihn kurz ignorieren, wenn er es immer noch nicht sein lassen will. Aber auch hier gilt: Ein kurzes Nein sollte reichen, bitte keine Szene draus machen und sich möglichst normal verhalten. Für eher Ängstliche ist auch hier der schon weiter oben genannte Einsatz eines Stöckchens zur Armverlängerung empfehlenswert.

Leider kommt es bei vielen Papageien die gern auf der Schulter sitzen immer mal wieder zu Beißattacken gegen den Halter. Zum einen ist das natürlich äußerst gefährlich, da das im wahrsten Sinne des Wortes schnell mal ins Auge gehen kann, zum anderen ist dies auch damit zu erklären, weil der Vogel mit seinem Kopf oft über unserer Augenhöhe sitzt, wodurch er sich schnell mal im Rang höher fühlen kann. Papageien, die schon öfters versucht haben, auf der Schulter mal ins Ohr oder ins Gesicht zu zwicken, sollten deshalb sicherheitshalber gar nicht mehr auf die Schulter genommen werden. Sicher ist sicher!

 

Eifersucht

Manchmal reagieren Papageien auch eifersüchtig auf ein neues Haustier oder Baby. Vor allem Einzelvögel sehen in dem Neuankömmling oft einen Konkurrenten, den es zu vertreiben gilt. Leider kommt dies gerade bei einzeln gehaltenen Papageien oft vor, da sie ihren Rang nicht verlieren wollen.

Man sollte versuchen, den Tagesablauf in so einem Fall möglichst so zu gestalten, wie es der Vogel auch zuvor gewohnt war, damit der Papagei  keinen negativen Zusammenhang zu dem Neuankömmling sieht. Wenn´s hart auf hart kommt, hilft oft nur die Vergesellschaftung mit einem Artgenossen und die Unterbringung in einer großen Voliere.

Manchmal richtet sich die Eifersucht auch gegen den eigenen Artgenossen. In diesem Fall  sollte man überlegen, ob man evtl. den anderen nicht irgendwie bevorzugt hat.

Ist dies nicht der Fall, so sollte man überlegen, ob evtl. einer der Vögel sich mehr einem Menschen angeschlossen hat. Dann kann es nämlich entweder sein, dass einer der Beiden seinen Partner Mensch gegen den anderen Krummschnabel verteidigen möchte, oder dass der andere Vogel eifersüchtig ist, weil sich sein Kumpel nicht mit ihm, sondern mit den Menschen abgibt.

In diesem Fall sollte sich der Mensch nach und nach von den Vögeln immer mehr  zurückziehen, damit sie die meiste Zeit des Tages für sich haben und sich mehr miteinander beschäftigen.

 

Schmerzen

Manchmal können auch Schmerzen Ursache für plötzliches Beißen sein. Man muss einem Vogel nicht zwangsläufig ansehen, das ihm was fehlt. Beispielsweise könnte ein noch nicht entdeckter Tumor dafür verantwortlich sein. Wenn die anderen Punkte nicht in Frage kommen, sollte man diese Möglichkeit in Betracht ziehen und den Papagei einem vogelkundigen Tierarzt vorstellen.

Zwangsbewegungen:

 

Unter Zwangsbewegungen versteht man häufige und zwanghaft wiederholte Bewegungsabläufe,  wie z.B. Kopfdrehen, Kopfnicken, Hin- und Herlaufen, von einem Fuß auf den anderen treten usw. Diese Verhaltensstörungen kommen auch bei anderen Tierarten vor, wie z.B. bei Nutztieren und Zootieren oder auch Haustieren. Die Ursache hierbei ist meist die falsche Unterbringung in einem zu kleinen Käfig, Langeweile und Reizarmut.
Zwangsbewegungen treten auch verstärkt in Stresssituationen auf.
Hier hilft nur sofortige Verbesserung der Haltung, wobei auch nach dem Umsetzen in eine größere Voliere noch lange Zeit vergehen kann, bis sich Besserung zeigt.  

 

 

 

 

Schreien:

 

Vorweg kann man sagen, dass Papageien generell  keine ruhigen Vögel sind und ein gewisses Maß an Geschrei gehört einfach zu ihrem natürlichen Tagesgeschehen und sollte auch akzeptiert werden. 

Besonders in der Früh und am Abend haben Papageien ihre Phasen, wo sie sich lautstark bemerkbar machen. Dies gehört in freier Wildbahn zu ihren natürlichen Verhaltensweisen, da sich Papageien auf diese Art und Weise morgens begrüßen und sich am Abend unter lauten Rufen an ihren Schlafplätzen versammeln. Schließlich muss man sich im Urwald lautstark bemerkbar machen, um den Anschluß an seine Kumpels nicht zu verlieren.

Auch aus purer Lebensfreude schreien Papageien schon mal recht übermütig und laut, was völlig normal ist.

 

Was aber tun, wenn man merkt, dass das Geschrei des Papageis mehr zwanghaft geworden ist?

Zuerst sollte man überlegen, wo der Grund für das übersteigerte Schreiens liegen kann.

 

Sucht der Papagei Anschluss oder sehnt sich nach einem Artgenossen?

Gerade ganz junge Papageien suchen oft einfach nur Anschluss an ihren Schwarm, man sollte ihnen deshalb kurz antworten, wenn sie rufen, damit sie wissen: Ah, ich bin nicht allein. Wenn man gerade im Nachbarzimmer ist, bitte nicht direkt ins Zimmer  kommen, wenn der Jungvogel ein Pieps von sich lässt. Zu schnell wird daraus das Spielchen Ich ruf, Du kommst! Eine kurze Antwort aus dem Nachbarzimmer reicht aus. So weiß der Vogel, dass Ihr in der Nähe seid, obwohl er Euch nicht sieht.

Vor allem Einzelvögel sind hier klar im Nachteil und rufen häufig nach ihrer Bezugsperson, da sie sich bei Abwesendheit des Menschen nicht mit einem gefiederten Freund unterhalten können. Deshalb sollte man in diesem Fall überlegen, ein Zweitvogel dazu zu gesellen.Gerade wenn man berufstätig ist vereinsamen Single-Papageien schnell und rufen dann aus lauter Verzweiflung.

 

Hat er Langeweile?

Vielleicht ist dem Papagei einfach nur langweilig. Papageien sind sehr intelligent und wollen auch beschäftigt werden.Oft  macht man als Halter auch den Fehler, dass man den Papagei in der ersten Zeit zu sehr verwöhnt und viel mit ihm spielt. Wenn dann der Alltag kommt und die gemeinsame Zeit etwas knapper wird, wird es dem Vogel schnell langweilig und er fragt sich, wo denn seine Spieleinheit bleibt.

Wichtig ist vor allem, dass der Vogel lernt, sich auch mal mit sich selbst zu beschäftigen, damit er nicht ständig den Menschen als Animateur braucht. Deshalb ruhig den Vogel loben und belohnen, wenn er sich mit sich selbst beschäftigt.

Neben den normalen Papageienspielzeug zur Beschäftigung kann man frische Naturäste mit Blättern und Knospen dran reichen. Die kann man wunderbar mit dem Schnabel zerschreddern. Auch ein alter ausgedienter Katalog oder ein Telefonbuch kann man wunderbar mit dem Schnabel zu Konfetti verwandeln. Ein Schuhkarton zum reinkriechen und zernagen kann auch sehr spannend sein.

Bei einem Einzelvogel sorgt ein zweiter Papagei natürlich dafür, dass keine Langeweile aufkommt.Mit einem echten Kumpel kann man schließlich toll toben, zanken und schmusen.

 

Ist er zu sehr auf den Menschen geprägt?

Gerade sehr zahme Einzelvögel suchen sich oft eine Bezugsperson als Partner aus. Mit der möchte der Papagei natürlich auch rund um die Uhr zusammen sein, was natürlich kaum möglich ist. Mancher zahmer Krummschnabel möchte sogar noch mit auf die Toilette, was dann schon eher lästig wird. Solche Vögel neigen schnell mal dazu, lautstark ihr Recht zu fordern.

Das Beste ist hier auch, einen echten Artgenossen in Betracht zu ziehen und den Schreihals danach langsam vom Menschen zu entwöhnen, indem man sich mit der Zeit immer mehr zurückzieht. So kann sich der Vogel langsam neu orientiert und sich seinem neuen Kumpel anschließen. Gegen eine Schmuse- und Spieleinheit ist natürlich weiterhin nichts einzuwenden, wenn die Tiere ansonsten die meiste Zeit für sich haben.

Bei Handaufzuchten kommt es auch schon mal vor, dass sie nach ihrer Bezugsperson schreien, obwohl sie einen Partnervogel haben. Hier hat sich der Vogel oft doch den Menschen als Partner ausgesucht. Auch hier hilft nur das schrittweise Entwöhnen, damit die Tiere wieder lernen, dass sie Papageien und keine Menschen sind.

 

Will er einfach lautstark mitreden?

Mancher Papageien versucht mit ihrem eigenen Geschrei gegen andere Geräusche in der Umgebung zu konkurrieren.Gerade ein lauter Fernseher, ein angeregtes Gespräch unter Menschen oder laute Musik animiert viele Vögel dazu, lautstark mitreden zu wollen. Oft hilft es schon, den Geräuschpegel in der Wohnung runter zu fahren, indem man besser leise Musik zu hört, leise spricht usw.

 

Wie verhalten, wenn der Papagei schreit?

Zuerst sollte man anhand der vorherigen Punkte schauen, ob man etwas in der Haltung verbessern kann.

Wenn der Papagei weiter schreit, sollte man versuchen, das Geschrei möglichst völlig zu ignorieren. Ich weiß, das ist nicht einfach und oft dauert es mehrere Wochen, bis sich langsam Erfolg zeigt. Da braucht man schon starke Nerven, aber in der Regel funktioniert es. Man sollte versuchen möglichst nur dann ins Zimmer zu kommen, wenn der Papagei gerade ruhig ist, damit er keinen Zusammenhang mit dem Geschrei und dem ins Zimmer kommen erkennt.

Jede Reaktion, die der Mensch auf das Schreien zeigt, bestärkt den Vogel nur noch mehr, mit dem Geschrei weiterzumachen. 

Also bitte nicht mit dem Papagei schimpfen, ihn nass spritzen oder gar mit einer Decke abdecken. All dies sind direkte Reaktionen auf das Geschrei und wodurch der Papagei erst recht zum Weitermachen animiert wird.

Ruft der Papagei z.B. aus Langeweile und Herrchen schimpft laut, so ist das für den Vogel schon Abwechslung und bestärkt ihn nur noch lauter zu schreien.

Auch den Käfig mit einem Tuch abzudecken, bringt meist nur kurzfristig Erfolg. Der Vogel fühlt sich dadurch erst recht abgeschottet und fängt meist nach kurzer Zeit trotz Decke auf dem Käfig lauthals an zu protestieren.